Virgin Galactic: Das Raumfahrtunternehmen fĂĽr touristische AusflĂĽge ins All


Virgin Galactic: Das Raumfahrtunternehmen fĂĽr touristische AusflĂĽge ins All


Justin Bieber, Leonardo Di Caprio – beide haben eines gemeinsam: sie werden die Weltraumtouristen der ersten Stunde sein. Virgin Galactic macht es möglich. Wie, was und wer genau – dazu haben wir dir die wichtigsten Infos zusammengefasst. Und wer weiß, vielleicht bist auch du gar nicht mehr so weit von einem Flug ins All entfernt, wie du heute denkst.

virgin galactic

Die GrĂĽndung des US-Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic


2004 - das Jahr, in dem Griechenland, nach einem 1:0 gegen Portugal, den Europameistertitel nach Hause brachte; in dem die Regierung eine Sondersteuer auf Alkopops einführte und – last but not least – in dem Richard Branson das US-Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic zum Leben erweckte. Der Gründer Richard Branson hatte ein Ziel klar vor Augen: In naher Zukunft sub-orbitale Raumflüge für Weltraumtouristen anbieten zu können. Der geplante 2,5-stündige Jungfernflug steht zwar noch aus, das Ticket für 250.000 US-Dollar kann man aber jetzt schon kaufen.

Richard Bransons Mission Weltraumtourismus zu etablieren


Mit dem Taxi zur nächsten Party, das dich geradewegs zu einer galaktischen Party im Weltall bringt. Traum oder Wirklichkeit? Virgin Galactic hat sich dazu verschrieben, das All für alle zugänglich zu machen. Kommerzielle Weltraumflüge sollen deshalb kein Wunschdenken bleiben. Anfangs werden diese Art von Ausflügen zwar nur für die wenigsten unter uns erschwinglich sein, doch unmöglich scheint für Richard Branson kaum etwas zu sein.

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Technische Infrastruktur und die Raumfahrtflotte von Virgin Galactic


Um den Weltraumtourismus und wissenschaftliche Missionen in den Orbit des Alls möglich zu machen, feilt das Unternehmen akribisch an den technischen Gerätschaften. Welche Flotte das US-Unternehmen in der Garage stehen hat, verraten wir dir aufs Wort.

Der eigene Weltraumhafen “Spaceport America”


Der erste, privat finanzierte und 200 Mio teure Weltraumhafen auf der Welt befindet sich seit 2011 in Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico. Virgin Galactic, dem Betreiber des Spaceport America, erschienen die Standortbedingungen so gut, dass sie sich, unweit des Testgeländes der US Army, niederließen.

Das suborbitale Flugzeug “SpaceShipTwo”


SpaceShipTwo ist ein Nachfolger des SpaceShipOne, was rechnerisch gesehen, durchaus Sinn macht. Nachdem der erste Rollout des ersten Weltraumflugzeugs erfolgreich war, wurde 2009 das modifizierte SpaceShipTwo fertiggestellt. Kurz bevor zahlungsfreudige Passagiere ihren ersten Weltraumflug antreten konnten, stĂĽrzte das Raumflugzeug am 31. Oktober 2014 allerdings in der Mojave-WĂĽste ab. Dieser herbe RĂĽckschlag hat das Projekt in die Steinzeit gebombt.

Das Trägerflugzeug “WhiteKnightTwo”


Kein weißer Magier, sondern ein weißer Ritter soll das Raumflugzeug SpaceShipTwo sicher auf seinen Weg ins All begleiten. WhiteKnightTwo ist als Trägerflugzeug dafür gebaut, um das Raumschiff bis auf eine Höhe von genau genommen 15 Kilometern zu transportieren. Ab da an soll ein Raketenantrieb den Weitertransport in den suborbitalen Raum übernehmen. Insgesamt vier Turbofan-Strahltriebwerke sorgen für die notwendige Horsepower. Wenn da mal nicht das Pferd dem Ritter davon galoppiert.

Die flugzeuggestützte Trägerrakete “LauncherOne”


Die zwei- bis dreistufige flugzeuggestützte Trägerrakete Launcher One sorgt dafür, Kleinsatelliten sicher in die Umlaufbahn zu bringen. Anstatt dem Trägerflugzeug WhiteKnightTwo, darf die Boeing 747-400 Cosmic Girl diese ehrwürdige Aufgabe übernehmen. Der nächste Startversuch ist für frühestens Ende 2020 geplant.

Erfolgreiche Weltraummissionen von Virgin Galactic im Ăśberblick


Die bisherigen Piloten von Virgin Galactic


Chief Pilot: Dave "Mac" Mackay


1957 in Schottland geboren, startete Dave seine Pilotenkarriere im Alter von 20 Jahren, nachdem er sein Studium der aeronautischen Ingenieurwissenschaften erfolgreich abgeschlossen hat. Als Pilot der Royal Air Force entschied er sich 2009 dazu Pilot und in der Zwischenzeit leitender Chef-Pilot, bei Virgin Galactic zu werden.

Chief Flight Instructor: Mike "Sooch" Masucci


Mike Masucci weiß worauf es in Sachen Langzeitflüge ankommt. Bei der Air Force konnte er das sowohl als Pilot, als auch Ausbilder unter Beweis stellen. Für seinen Einsatz bei Virgin Galactic war er somit prädestiniert.

VP Safety: Todd "Leif" Ericson


Für die Sicherheit bei Virgin Galactic sorgt Todd Ericson. Nach 21 Jahren bei der Air Force, hauptsächlich in der Rolle als Testpilot, trat er 2014 seine Stelle als Vizepräsident für Sicherheit sowie als Testpilot an.

Test Pilot: Mark "Forger" Stucky


Ein weiterer Testpilot bei Virgin Galactic ist Amerikaner, geboren in Minneapolis und Baujahr 1958. Gegen den Willen seines Vaters trat Mark Stucky ins Militär ein und erfüllte sich als Pilot seinen Kindheitstraum. Seit 1993 war er Testpilot bei der NASA. Seine Karriere bei Virgin Galactic nahm 2010 seinen Anfang.

Test Pilot: Kelly "Cosmic" Latimer


Die ehemalige Kriegsveteranin und Oberstleutnant Kelly Latimer war die erste Wissenschafts-Pilotin des NASA Armstrong Flight Research Centers. Im Jahr 2015 stieg sie als erste weibliche Testpilotin bei Virgin Galactic ein und fliegt seither die WhiteNightTwo und Boeing 747 Cosmic Girl.

Pilot: Rick "CJ" Sturckow


Frederick Sturckow war 25 Jahre lang Offizier bei den Marine Corps, arbeitete anschlieĂźend 19 Jahre als Astronaut fĂĽr die NASA fĂĽr und ist seit 2013 Pilot bei Virgin Galactic. Welche Langzeitrekorde der Kalifornier dort aufstellen wird, steht noch in den Sternen.

Pilot: Nicola Pecile


Er ist gebürtiger Italiener, hat die amerikanische Staatsbürgerschaft und ist Pilot bei Virgin Galactic: Nicola Pecile. 20 Jahre war er als Kampfflieger bei der italienischen Air Force zu Hause und bewährte sich als Testpilot.

Chief Astronaut Instructor: Beth Moses


Aufgewachsen in Illinois hatte Beth Moses schon frĂĽh den Traum von einer Karriere in der Raumfahrtindustrie. Sie studierte Luftfahrttechnik und arbeitete fĂĽr die NASA bevor sie sich entschied, Virgin Galactic anzuschlieĂźen.

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Das Management-Team von Virgin Galactic



Die GrĂĽnder und HaupteigentĂĽmer Richard Branson und Burt Rutan


Der britische Geschäftsmann Sir Richard Branson und der US-amerikanische Ingenieur Burt Rutan riefen Virgin Galactic im Jahr 2004 ins Leben. Für die Entwicklung und Fertigung von Raumschiffen sorgt die Spaceship Company. In der Raumschiff-Manufaktur entstehen für den Erstkunden Virgin Galactic seither mehrere SpaceShipsTwos und Trägersysteme.

Richard Branson ist nicht nur einer der Köpfe hinter Virgin Galactic, sondern steht außerdem hinter der bekannten Fluglinie Virgin Atlantic Airlines wie auch der Virgin Rail Group. Den Grundstein für seinen unternehmerischen Erfolg hat er in der Musikindustrie gesetzt. Sein scheinbar endloses Interesse hat ihn dazu geführt, ein weiteres Standbein in der Raumfahrtindustrie aufzubauen.

Als erfahrener Raumfahrtingenieur hat sich Branson mit Burt Rutan kein unbeschriebenes Blatt ins Boot geholt. Burt Rutan ist unter anderem dafĂĽr bekannt, mit Voyager das erste Flugzeug, das mit einer einzigen TankfĂĽllung die Welt umrundete, entworfen zu haben. Das war im Jahr 1986. Seither sind einige Dutzend mehr an Flugzeugen unter seiner Feder entstanden und mit dem SpaceShipOne auch ein solches, das seinen Platz im nationalen Luft- und Raumfahrtmuseum in Washington D.C. gefunden hat.

Die unternehmerischen Ziele von Virgin Galactic



Die Finanzierung des Unternehmens


Der Milliardär Richard Branson macht es möglich: Ohne ihn gäbe es Virgin Galactic nicht. Doch er steht nicht alleine da. Die Aabar Investments Group hält 37,8% der Anteile. Google ist ebenfalls interessiert. Die Regierung von New Mexico hat sich am Spaceport America beteiligt.

Das Tochterunternehmen: The Spaceship Company


Das Entwicklungs-Tochterunternehmen für Luft- und Raumfahrttechnik The Spaceship Company, mit Sitz in Mojave / Kalifornien, ist primär mit der Herstellung der Raumfahrzeuge von Virgin Galactic vertraut. Das Unternehmen haben Richard Branson und Burt Rutan 2005 gegründet.

Das erste börsennotierte kommerzielle Unternehmen für bemannte Raumfahrt


Durch die geschäftliche Fusion von Virgin Galactic mit Social Capital Hedosophia ist das börsennotierte Unternehmen mit dem Namen Virgin Galactic Holdings, Inc. entstanden. Seit dem 28.Oktober 2019 können somit Handel mit Stammaktien, Einheiten und Optionsscheinen an der New Yorker Börse betrieben werden.

„Mit dem heutigen Tag beginnt eine neue Ära der bemannten Raumfahrtindustrie [...]. Ich freue mich darauf, den Traum der Raumfahrt für unsere wundervollen Astronautenkunden Wirklichkeit werden zu lassen“, erklärt George Whitesides, CEO von Virgin Galactic Holdings.

“Mit unserem proprietären Raumfahrtsystem, speziellem Luftraumzugang bei Spaceport America, einer global anerkannten Marke und breitem Investoreninteresse, denke ich, dass VG ideal positioniert ist, um den schnell wachsenden Multimilliarden-Dollar kommerziellen Raumfahrtmarkt zu nutzen und damit letztendlich den Weltraum für Tausende neuer Astronauten zu öffnen”, teilt Richard Branson seine Begeisterung.

Der Andrang und die Anzahlungen für die Aktien waren groß: Infolge der Transaktion erhielt Virgin Galactic über 450 Mio. USD an primären Erträgen. Bei Börsenschluss am Freitag, den 25. Oktober, konnte das Unternehmen eine Marktkapitalisierung in Höhe von 2,3 Milliarden USD aufweisen.

Rückschläge und Kritik am Unternehmen


Durch eine Explosion bei einem Triebwerkstest am SpaceShipTwo kamen im Jahr 2007 drei Mitarbeiter ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Die genauen Ursachen für den Unfall sind nicht bekannt. Das bewahrte jedoch nicht vor einer Geldstrafe, die wegen mangelnder Sicherheitsvorschriften verhängt wurde. Zuletzt ereignete sich 2014 ein folgenschwerer Unfall bei einem Testflug mit dem SpaceShipTwo-Prototypen VSS Enterprise. Der Co-Pilot des Raumschiffs verlor sein Leben, der Pilot überlebte mit schweren Verletzungen. Verantwortlich für den Absturz war ein Defekt des Luftbremssystems.

Häufig gestellte Fragen zum Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic



Wer ist der GrĂĽnder von Virgin Galactic?


Richard Branson grĂĽndete Virgin Galactic zusammen mit dem US-amerikanischen Ingenieur Burt Rutan.

Wo kann ich Tickets fĂĽr einen Virgin Galactic Flug kaufen?


FĂĽr deinen Flug ins All brauchst du einfach nur dem folgenden Link zu folgen: https://www.virgingalactic.com/smallstep/

Was kostet ein Weltallflug mit Virgin Galactic?


Im ersten Schritt musst du für die Registrierung 1.000 US-Dollar hinlegen, die auf das Ticket angerechnet werden, sofern du erfolgreich die Auswahlrunde bestehst. Der Ticketpreis beläuft sich auf mindestens 250.000 US-Dollar. Sobald regelmäßige Weltraumflüge stattfinden, ist aber die Rede von rund 50.000 US-Dollar pro Ticket.

Wie lange dauert eine Virgin Galactic Flug ins All?


Die Reise im SpaceShipTwo bis zum Rand des Alls und zurĂĽck zur Erde dauert etwa 2,5 Stunden. Die Schwerelosigkeit spĂĽren Passagiere zwischen fĂĽnf bis acht Minuten lang.

Wer hat bisher Tickets fĂĽr die ersten FlĂĽge gekauft?


Zu den ersten unter ihnen gehören Justin Bieber und Leonardo DiCaprio. Ob rein zum privaten Vergnügen oder als Inspiration für ihre Arbeit – das bleibt eine Überraschung.

Die wichtigsten Quellen um ĂĽber Virgin Galactic auf dem Laufenden zu bleiben



Die Virgin Galactic Augmented Reality App


Erlebe deinen ersten virtuellen Flug im Raumschiff. Nimm Platz in der Kabine und tauche dank Augmented Reality ein, in die Welt von Virgin Galactic. Die App kannst du kostenlos im App oder Play Store herunterladen:


Publikationen ĂĽber Virgin Galactic



Die offiziellen Social Media Kanäle


https://www.youtube.com/user/virgingalactic https://www.facebook.com/VirginGalactic/ https://www.instagram.com/virgingalactic/?hl=de https://twitter.com/virgingalactic?lang=de

Das Wichtigste zu Virgin Galactic auf einen Blick


Virgin Galactic steht für Weltraumtourismus und Zukunftsforschung – und nicht etwa der fernen Zukunft, sondern der greifbar nahen. Und wenn die Ticketpreise nach dem Jungfernflug von 250.000 USD bereits um ein Fünftel fallen, dann ist Richard Bransons Vision von einem Weltall für alle gar nicht so unwahrscheinlich.

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MOIN, wir sind Marta und Christopher

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